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IAAF verlängert RUSAF-Sperre.

21. Juni 2016

Am 17.06.2016 hat der Leichtathletik-Weltverband (IAAF) aufgrund anhaltender Dopingvor­würfe die Verlängerung der Suspendierung des russischen Leichtathletikverbandes (RUSAF) beschlossen.

Die russischen Leichtathleten sind dadurch für unbestimmte Zeit von internationalen Wettbewerben verbannt.

Grundsätzlich würde dies den Ausschluss von russischen Leichtathleten von der Olympiade in Rio bedeuten.

Nur in einzelnen Ausnahmefällen soll es nicht dopingbelasteten Leichtathleten, die sich im Kampf gegen Doping hervorgetan haben, möglich sein, unter neutraler Flagge teilnehmen zu können.

Der IAAF ist hierbei einer Empfehlung einer Task-Force gefolgt.

Durch die WADA wurde ein verheerender Bericht zum aktuellen Status der Dopingkontrollen in Russland vorgelegt. Hiernach sollen in den letzten drei Monaten 736 Tests abgelehnt oder abgesagt worden sein. Es habe 111 Fehler im Meldesystem gegeben. Sportler sollen vor Tests geflohen sein, teilweise mitten aus dem Wettkampf. Es sollen sogar Bestechungsversuche unternommen worden sein.

Dieses systematische Dopingverhalten im russischen Sport hinterläuft weiterhin den inter­nationalen Anti-Doping-Kampf der WADA und die nationalen Bestrebungen der NADA in Deutschland.

Die NADA unterstützt deshalb die Entscheidung des IAAF auf dem Weg zur Realisierung eines fairen Sports mit internationaler Chancengleichheit.

Führende deutsche Athleten, wie Christina Obergföll und Robert Harting begrüßen dieses Vorgehen. Robert Harting, hat nach erneuter Erringung des deutschen Meisterschaftstitels im Diskus auf seiner anschließenden Pressekonferenz in Kassel am 19.06.2016 die Entscheidung der IAAF als ein gutes Signal für den Weltsport bezeichnet, die harte Linie des IAAF im Fall Russland befürwortet und sich aufgrund der fortlaufenden Vorkommnisse sogar für einen kompletten Ausschluss Russlands bei den Olympischen Spielen in Rio ausgesprochen. Für dopingfreie russische Sportler sei dies zwar furchtbar, aber in Kauf zu nehmen, da es auch durch diese Sportler verabsäumt worden sei, sich gegen Dopingmissstände öffentlich zu äußern, Mitstreiter zu sammeln und das IOC mit Beschwerden zu kontaktieren.

Es bleibt zu hoffen, dass sich auch international weitere Spitzensportler diese Einstellung einnehmen und sich dem Anti-Doping-Kampf anschließen.

Der DOSB-Präsident Alfons Hörmann hat in einem Fernsehinterview zu diesem Thema am 21.06.2016 berichtet, dass es im Bereich Schwimmen aktuell ebenso entsprechende Spekulationen geben soll. Bei konkreten Hinweisen habe auch hier zuerst der nationale und dann der internationale (Schwimm) Verband zu agieren. Das IOC begleite dann die Entscheidung. Ein kompletter Ausschluss aller russischen Sportler wäre eine sehr weitreichende Maßnahme, die mit gutem Gewissen und juristischer Abdeckung nur bei sehr klaren und eindeutigen Nachweisen gerechtfertigt sei.

Nunmehr wird sich noch das Internationale Olympische Komitee mit dem Ausschluss von der Olympiade in Rio befassen.

Schneehagen
Rechtsanwalt

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